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Nazım Hikmet Gedichte: wo anfangen? Gefängnisjahre, Exil und der Walnussbaum-Mythos

Nazım Hikmet (1902–1963) schrieb einige der bekanntesten türkischen Liebesgedichte in einer Gefängniszelle und sein beliebtestes Gedicht über die Heimat im Exil. Wo er sie schrieb: 1902 in Thessaloniki geboren, ab 1938 in Haft in Istanbul, Çankırı und Bursa, ab 1951 im Exil, „Der Walnussbaum“ (Ceviz Ağacı) datiert auf den 01.07.1957 in Balçık, Bulgarien, gestorben am 03.06.1963 in Moskau. 1938 verurteilten ihn zwei Militärgerichte zu 15 und weiteren 20 Jahren wegen Aufwiegelung von Kadetten; der Hauptbeweis war, dass Kadetten seine Gedichte lasen. „Über das Leben“ (Yaşamaya Dair, 1947–48) beginnt mit „Yaşamak şakaya gelmez“: Leben ist kein Scherz. Nach einem Hungerstreik kam er am 15.07.1950 durch eine Amnestie frei, am 17.06.1951 verließ er das Land im Motorboot; 2009 gab ihm die Türkei die Staatsbürgerschaft zurück, 46 Jahre nach seinem Tod. Ein Mythos: „Der Walnussbaum“ entstand nicht im Versteck im Gülhane-Park. Zum Einstieg: Seni Düşünmek (An dich denken), Yaşamaya Dair (Über das Leben) und Ceviz Ağacı (Der Walnussbaum); auf Englisch Poems of Nazim Hikmet, übersetzt von Randy Blasing und Mutlu Konuk (Persea Books). Geprüft am 10.10.2026.

In diesem Video

  1. 0:04Rund um ein Meer
  2. 0:09Das Urteil, 1938
  3. 0:14Gefängnis Bursa
  4. 0:19Hinaus aus dem Bosporus
  5. 0:24Der Walnussbaum
  6. 0:30Balçık, 1957
  7. 0:34Diese drei zuerst
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Nazım Hikmet Gedichte: wo anfangen? Er schrieb einige der bekanntesten türkischen Liebesgedichte im Gefängnis und sein beliebtestes Heimatgedicht im Exil. Wo er sie schrieb: geboren 1902 in Thessaloniki, ab 1938 in Haft, ab 1951 im Exil, 1957 „Der Walnussbaum“ in Balçık, gestorben 1963 in Moskau. 1938 verurteilten ihn zwei Militärgerichte zu 15 und weiteren 20 Jahren, wegen Aufwiegelung von Kadetten. Der Hauptbeweis: Kadetten lasen seine Gedichte. Yaşamak şakaya gelmez: Leben ist kein Scherz. „Über das Leben“ entstand 1947–48 im Gefängnis von Bursa: Das Leben ist ernst, auch dort. 1950 kam er durch eine Amnestie frei, am 17.06.1951 verließ er das Land im Motorboot. 2009 gab ihm die Türkei die Staatsbürgerschaft zurück, 46 Jahre nach seinem Tod. Ein Mythos: Er habe „Der Walnussbaum“ im Gülhane-Park geschrieben, versteckt vor der Polizei. Tatsächlich ist es auf den 01.07.1957 datiert, in Balçık, Bulgarien. Ben bir ceviz ağacıyım Gülhane Parkı’nda: Ich bin ein Nussbaum im Gülhane-Park. Geschrieben an Bulgariens Schwarzmeerküste, mit Blick Richtung Heimat. Fangen Sie mit drei an: Seni Düşünmek, Yaşamaya Dair und Ceviz Ağacı. Auf Englisch: Poems of Nazim Hikmet, übersetzt von Randy Blasing und Mutlu Konuk. Acht der Gedichte vollständig, auf Türkisch mit unserer Übersetzung Zeile für Zeile, finden Sie im ganzen Beitrag auf turkpidya.com.